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Um es kurz zu machen, es war perfekt! Wir hatten super Wetter, gute Sichtbedingungen, viele nette Leute, und die ganze Familie genoss die Finsternis.
Wir hatten schon sehr früh über Wolfgang Meyrich die Reise im Reisebüro Benzer in Peine gebucht, unser Hotel Nova Park liegt in Kümkoy bei Side genau auf der Zentrallinie. Die Totalität dauerte dort 3 Minuten und 45 Sekunden. Ich wollte bei dieser Finsternis viel beobachten und wenig fotografieren. Auch wenn das Fotoprogramm weiter hinten sich lang liest, hatte ich doch viel Zeit, um die Finsternis zu beobachten.
Nach der üblichen Bastel- und Planungsphase ging es am 25.3. vormittags in Hannover in den Flieger nach Antalya. 81 Mitglieder unserer Gruppe flogen dort an dem Tag ab, das Sicherheitspersonal wollte zunächst in meinen Pelicase-Koffer gucken, aber noch vor dem Öffnen kam die Frage, ob ich da auch ein Teleskop drin hätte. Auf mein Ja hin wurde ich sofort weitergewinkt...
In Antalya angekommen konnten wir ohne irgendwelche Zollformalitäten einfach einreisen. Busse brachten uns ins Hotel, wo wir schnell Zimmer bezogen. Schwerpunkt war Familienurlaub, von dem ich hier nicht berichten will.
Am Vorabend der Finsternis bezogen wir auf einem Balkon mit guter Südsicht Stellung und ich baute die Montierung einigermassen nach Norden auf. Das Seeing war erträglich, im ED80 waren Saturn und Jupiter nett anzuschauen.
Am Finsternismorgen “brummte” es im Hotel, viele Leute hatten sich andere Plätze in der nahen und fernen Umgebung des Hotels gesucht und bezogen nun ihre Plätze, ca 300 Leute blieben im Hotel. Wir brachten die mitgebrachte 15 Meter Kabeltrommel zum Einsatz und richteten uns auf unserem Balkon ein. Notebook, Teleskop, Video.....
Ausrüstung waren eine EOS20D an einem Skywatcher ED80/600 und eine EOS350D mit einem 200 mm Teleobjektiv von Canon. Parallel dazu waren auf einer NP Montierung noch ein 500 mm f8 Russentönnchen an einer Pentax MX sowie ein 16 mm Objektiv an einer anderen Kamera, die ich in der Hand hielt. Die Bilder sind von den beiden Digitalkameras. Es gibt auch ein sehr gutes Video über die Reise von Andreas Stelling, in dem er seine und meine Videoaufnahmen verarbeitet hat. Bei Interesse kann ich gern den Kontakt vermitteln.
Die Nachlese der Finsternis in der Familie bei den Kindern ergab die nächste Reise, denn meiner Tochter gefiel die Finsternis so gut, dass gleich drei Fragen gestellt wurden: “Wann ist die nächste Sofi? Sind da Schulferien? Darf ich mitkommen?” Und so reisten wir 2008 nach China, aber das ist eine andere Geschichte.
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