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Eigenbau von Teleskopen und Zubehör
Mein erstes Teleskop war der bekannte 11cm-Newton, in meinem Fall von Tasco. Für mich mit 14 Jahren war es ein riesiges Teleskop, die ersten Beobachtungen waren dementsprechend aufregend. Stundenlange Suche nach der Andromeda-Galaxie, nach einigen Wochen stellte ich fest, dass der kleine Wagen nicht die kleine Sternkonstellation über dem Stierkopf ist....
Im Lauf der Zeit fing dann die Bastelei an. Ein Kameraadapter wurde mir von jemandem mit einer Drehbank gemacht, ein Kugelkopf auf der Gegengewichtsstange ermöglichte die ersten Astrofotos, tapfer von Hand mit Fadenkreuzokular nachgeführt.
Irgendwann wurde auch eine Nachführung angebaut, da Geld knapp war, natürlich im Eigenbau. Die Nachführung wurde zufällig genau einen Tag vor der Abreise zu meiner ersten richtigen Astrotour nach Namibia im März 1986 fertig, denn dort wollte ich den Südhimmel allgemein und den Kometen Halley im speziellen fotografieren. Parallel dazu hatte ich einen Refraktor aus einem verkitteten 85/540 mm Objektiv gebaut, der als Reiseteleskop dienen sollte. Ausserdem konnte ich drei Spiegelreflexkameras gleichzeitig betreiben und nachführen. Mit dieser Anordnung entstanden immerhin sauber nachgeführte Aufnahmen mit einem 500 mm Teleobjektiv mit einer Belichtungszeit von 45 Minuten. Noch heute steht auf der Farm Wewelsburg der Familie Hentzen zwischen Okahandja und Otjiwarongo meine Betonsäule mit drei M8 Gewindezapfen für z.B. C8 Anschluss.
Nachdem ich nun wusste, dass es eigentlich nicht so schwer ist, ein Teleskop zu bauen, entstanden im Lauf der Jahre ein gutes Dutzend Teleskope, von denen ich hier einige vorstellen möchte
Ich beobachte gern an dunklen Orten. Daher muss ich mit Teleskop vereisen, um vor Ort ein Teleskop zu haben. Da es kaum fertige Reiseteleskope gibt, muss ich mir meine Teleskope in der Art und Weise wie ich sie haben möchte selber bauen.
Hier ist mein Reisedobson “Rosebud” zu sehen, mit dem ich auf Teneriffa und in Namibia war. 10 Zoll unter gutem Himmel sind gigantisch!
Fairerweise muss ich gestehen, dass im Lauf der Jahre meine Werkstattausrüstung recht passabel geworden ist: Drehmaschine, kleine Fräsmaschine, Oberfräse sowie diverse nützliche Dinge.
An dieser Stelle noch einmal Dank für alle, die mir im Lauf der Jahre geholfen haben, durch Tipps und Hinweise zum Einsatz meiner Maschinen, oder auch durch Anfertigen von Teilen die meine Möglichkeiten übersteigen.
Besonders erwähnt sei Matthias Rautmann, der zunächst ganz unbeteiligt geholfen hat, inzwischen aber auch Sternfreund ist und 2 Teleskope im Eigenbau fertiggestellt hat.
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