Letztes Update: 13.07.2010

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Limbachsternwarte

Spätestens nach der Einweihung der Grasweg-Sternwarte von Rudolf Hillebrecht in Bad Gandersheim stand für mich fest, dass ich auch einmal eine eigene Sternwarte haben möchte. Damals war ich 18, so dass es noch ein weiter Weg war...

Die Lage besserte sich, als meine Ex-Verlobte (und jetzige Frau) und ich auf dem Balkon unserer Wohnung in Hannover eine feste Säule aufstellten. Ich beobachtete schon häufiger, aber durch die Lage am Stadtrand von Hannover gab es noch Optimierungspotential.

Nach der Hochzeit wollten wir aufs Land. Bei all den Häusern, die wir uns ansahen, prüfte ich für mich die Eignung zum Verwirklichen meines Traumes. In Mehle wurden wir schliesslich fündig, fast genau auf 52°N und 10° O stand ein Haus mit einem Schweinestall im Garten, der relativ leicht in eine Sternwarte umgewandelt werden konnte. So entstand nach vielen Stunden die Limbach-Sternwarte, Richtfest war im August 1998. Der Name Limbach kommt von dem Limbach, der durch Mehle fließt.

Als Hauptinstrument der Limbachsternwarte steht dort das “Keck III Teleskop”, ein 16 Zoll Newton auf einer parallaktischen Montierung von Rupp. Der Spiegel steckt in einem Volltubus und ist mit einem selbstgebauten Okularschlitten ausgestattet. Auf dem Tubus können weitere kleine Instrumente befestigt werden, hier ist ein Refraktor 80/1200 mm aufgesattelt mit dem ich die Sonne beobachte.

Der Name “Keck III” ist auf meinen Nachbarn zurückzuführen. Der inzwischen verstorbene Rudolf Keck erlaubte den Umbau der Sternwarte direkt an der Grenze zu seinem Grundstück. Um sein Entgegenkommen zu ehren, wurde das Teleskop nach ihm benannt. Da auf Hawai die beiden etwas größeren Keck-Teleskope stehen, mußte ich die Nummer drei vergeben

Bei der Sternwarte entschied ich mich für ein Rolldach, da ich so einen freien Blick auf den Himmel habe und nicht nur einen Schlitz Himmel sehe. Das Dach gibt eine Fläche von ca 4x4 Meter frei, im Untergeschoß sind weitere kleinere Teleskope, Zubehör und so weiter. Mehle ist recht dunkel, in sehr klaren Nächten liegt die Grenzgröße im Zenit bei ca 6m3. Der SQM zeigt in klaren Nächten Werte um 21 mag/”². Nicht schlecht für den eigenen Garten.

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