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Die erste Sonnenfinsternis, die ich bewußt beobachtet habe, war die partielle Sonnenfinsternis von 1975. Das war interessant, aber der Funke für Astronomie war noch nicht übergesprungen.
Nachdem ich dann 1979 angefangen habe, mich für Astronomie zu interessieren, habe ich überlegt, wann und wo ich denn nun wohl meine erste totale Sonnenfinsternis beobachten würde.
Und so ging es denn mit dem Eintritt in den “Astronomischen Arbeitskreis Hannover” richtig los, die “Grossen” fuhren ständig zur Beobachtung und Messung von Sonnenfinsternissen in die Welt, und ich konnte beim Betrachten der Dias und Fotos von Ereignissen weit ab vom Pauschaltourismus, die sich bei diesen Touren am anderen Ende der Welt ereignet hatten nur träumen. Der Verein ging später in der IOTA-ES auf, in der Sonnenfinsternisbeobachtungen zur Sonnendurchmesserbestimmung genutzt werden.
Meine erste gezielte Sonnenfinsternis war die in Deutschland partielle Sofi vom 31.7.1981, die bei Sonnenaufgang in Puttgarden noch 3% Bedeckung zeigen sollte. Es war eine tolle Fahrt, für den Fahrer sehr anstrengend, da wir ohne zu Schlafen 42 Stunden wach waren, leider ohne Erfolg. Die Tatsache, dass die Sonnenfinsternis vom 11.8.1999 aus demselben Saroszyklus ist, hätte mich stutzig machen sollen....
Bei der nächsten partiellen Sofi am 30.5.1984 wurde ich durch eine weibliche Astronomin stark abgelenkt, ich weiss immerhin noch, dass wir keine Wolken hatten...
Aber 1991 war es dann endlich so weit, ich war in Mexiko und konnte bei idealen Bedingungen meine erste totale Sonnenfinsternis erleben, mit 6 Minuten und 54 Sekunden Totalität eine der längsten Finsternisse überhaupt, für mich das Maximum was ich erreichen kann. Es war unbeschreiblich, Ihr findet die Beschreibung der Sonnenfinsternis von 1842 durch Adalbert Stifter auf meiner Seite. Beim Lesen denkt man sicher, dass es arg schwülstig und übertrieben ist, wer eine erlebt, kann die Beschreibung voll bestätigen.
Bis jetzt war ich ungefähr 21 Minuten im Kernschatten des Mondes, und die Sucht lässt nicht nach...
Als Einstimmung ein Foto der partiellen Mondfinsternis vom 17.10.2005, die von Deutschland aus nicht zu sehen war. Ich war zu der Zeit auf Geschäftsreise in China, und konnte die Finsternis von Suzhou (ca 80 km nördlich von Shanghai) gut beobachten. Das Foto entstand mit einer normalen Digiknipse, nicht nachgeführt, die Kamera wurde für die Aufnahme an einen Laternenpfahl gehalten.
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